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ist es nicht an der zeit, dass wir unsere hunde wirklich verstehen lernen?
–  w i r   s i n d   i h n e n   v o r   a l l e m   D A S   s c h u l d i g

 

als ich chito mit neuen wochen beim züchter abholte, war er mein absoluter traumhund. er hatte genau die farbe, die ich mir gewünscht hatte, und ich war mir sicher, dass ich ihn mit leichtigkeit erziehen könnte, da ich zuvor schon zwei andere hunde erzogen hatte.

schon in den ersten wochen merkte ich aber, dass chito sehr anders war. er verteidigte bereits als welpe futter ganz stark, knurrte meine katzen an und schnappte nach ihnen, sobald ressourcen im spiel waren. als wir mit 16 wochen zum impfen beim tierarzt waren, attackierte chito die tierarztin, als diese ihn untersuchen wollte. zuhause fand chito keine ruhe. er war den ganzen tag lang rastlos, rannte im haus umher, jagte die katzen und schlief eigentlich nie. dies brachte mich an meine grenzen. ich war pausenlos damit beschäftigt zu kontrollieren, was chito machte. anbinden war keine alternative, da dann chito pausenlos seinen unmut kund tat – wenn’s sein musste, auch mehrere stunden lang. spaziergänge wurden mit der zeit zum spiessrutenlauf: wenn ein anderer hund auftauchte, begann chito sofort an zu bellen und den hund zu attackieren. auch fremde menschen waren ein problem. sobald sie in meine nähe kamen, wurden sie angesprungen, und wenn sie nicht wichen, auch attackiert. als chito ein jahr alt war, traute ich mich nicht mehr, ihn mitzunehmen. ich ging nur da spazieren, wo’s sicher keine menschenseele hatte und schon gar keine hunde. sobald ich hunde in grosser entfernung sah, hatte ich einen puls von 180. im hundeverein, im dem ich trainierte, wusste niemand wirklich genau, was dem hund eigentlich fehlte. jeder hatte aber irgendeine idee, wie man sein problemverhalten abstellen könnte. die meisten ideen konnte ich aber mit meinem gewissen nicht vereinbaren. ich war verzweifelt und machte mir grosse vorwürfe, weil ich die erziehung dieses hundes verbockt hatte.

DIE WENDE

durch einen «zufall» kam ich auf die seite von natural dog Management. dort stiess ich auf die website von fränzi und machte bei ihr den sachkundenachweis. aufgrund von chito's fehlverhalten empfahl mir fränzi, ein seminar von jan nijboer zu besuchen, was ich dann auch tat.
am seminar war ich sehr nervös. ich wusste ja, dass ich mit chito nicht in die nähe von anderen hunden – geschweige denn von fremden menschen – kommen durfte. zum glück erkannte dies jan sofort und arrangierte für uns ein separates training mit doppelleine. während der ganzen sequenz versuchte chito, jan massivst zu attackieren. einerseits war ich sehr erleichtert, da jan der erste mensch war, der mir sagen konnte, was sich in chito abspielte: chito sei nicht einfach ein böser hund, sondern wir hätten ein führungsproblem, und chito fühle sich für mich verantwortlich. andererseits war ich am boden zerstört nach dem seminar, weil ich nicht wirklich wusste, wie ich die ratschläge von jan umsetzen könnte. jan hatte mir u.a. aber auch empfohlen, mit chito zu antonia zu gehen. diesen rat nahmen wir uns zu herzen.
als ich chito bei antonia anmeldete, erwähnte ich zwar, dass es gewisse probleme gab, aber das ausmass habe ich nicht ausgemalt. somit war die arme antonia ziemlich überrascht, als sie die bestie chito vor sich sah. er gab dieser bezeichnung nämlich gleich alle ehre, denn chito versuchte bereits von der autobox aus antonia zu attackieren, kaum hatte ich die heckklappe aufgemacht. ausladen ging nur mit doppelleine. antonia stellte auf anhieb dieselbe "diagnose" wie jan und testete daraufhin, ob sie sich zumuten würde, chito anzunehmen – und meinte nach ein paar minuten und einem langen seufzer: doch, ja. dennoch mit einem schlechten gefühl und mit der angst um antonias unversehrtheit überliess ich ihr chito in munistein. ich war nämlich mit meinen nerven am ende. ich konnte nicht mehr...
am liebsten hätte ich chito auch gar nicht mehr abgeholt, aber die einwöchige betreuung durch antonia in munistein war nun vorbei, und ich fuhr bei ihr vor. die situation überwältigte mich erneut, woraufhin antonia mich vor die tatsache stellte, dass es nur 2 wege zu gehen gäbe: entweder ich müsse den hund umplatzieren oder selber einen neuanfang mit ihm wagen, wobei dieser aber nicht einfach sein werde. der hund sei sehr gut zu beeinflussen, nur sei es immer schwieriger, alte muster zu durchbrechen, als neue zu stricken. zudem müsse ich mir bewusst sein, dass der hund immer wieder zurückkippen könnte, wenn ich nicht unerbittlich konsequenten umgang mit ihm bis an sein lebensende aufrechterhalten würde. dass ich erneut in tränen ausbrach, muss ich an dieser stelle wohl nicht gross erwähnen.
als wir wieder zu hause waren, konnte ich einen „anderern hund“ entdecken. er hatte fortschritte gemacht... dieser hoffnungsschimmer einerseits und anderseits die vorstellung, mich evtl. von chito zu trennen, mobilisierten neue kräfte in mir, und ich entschied mich, für unsere beziehung zu kämpfen. von nun an gingen wir zu antonia in die stunde...
ich lernte, unsere beziehung als einen konstrukt ineinandergreifender zusammenhänge zu verstehen, die es alle zu pflegen galt. in dem selben mass, wie ich führingsqualitäten zu entwickeln begann, lernte ich immer mehr grenzen aufzustellen. zu beginn war das ganz schön schwierig, da chito neue regeln nicht akzeptieren wollte und auch mich attackierte. in vielen trainingsstunden lernte ich chito zu beweisen, dass ich in der lage bin, situationen zu regeln, für uns aufzutreten und ressourcen ohne seine hilfe zu verwalten.
langsam wurde chito entspannter. er konnte sich nun auch mal zu hause hinlegen und schlafen. hundebegegnungen verliefen immer einfacher, ohne dass er versuchte, alles zu attackieren. auch ich wurde mit der zeit etwas entspannter. der nächsten herausforderung, auch mit antonia und ihrem rudel unterwegs zu sein, konnten wir uns auch bald stellen, ohne angst haben zu müssen, dass chito versuchen könnte, einen anderen hund zu zerlegen.
um chito meine fähigkeiten endgültig zu beweisen, galt es dann, alleine antonia’s rudel in seiner anwesenehit zu führen, um gemeinsam „auf der jagd“ zu sein. sogar das haben wir nun in nur 4 monaten geschafft. chito akzeptiert die anwesenheit anderer hunde und ihre teilnahme an unserer „jagd“. es ist ein tolles gefühl, mit so vielen hunden unterwegs zu sein und chito als einen teil davon zu wissen!
im moment arbeiten wir daran, uns in der stadt zu bewegen. da schlägt mein puls zwar immer noch auf 150, aber chito macht es super gut. er startet keine attacken mehr und überlässt mir die handhabung von heiklen situationen mit fremden menschen. antonia meinte kürzlich augenzwinkernd, dass nun wohl nur noch frauchen therapiert werden müsse ;o)

in natural dog Management habe ich einen weg gefunden, den ich mit chito voller zuversicht weitergehen kann. wir haben in kürzester zeit enorm viel zusammen erreicht, und ich bin mir sicher, dass wir die restlichen – nur noch kleinen – baustellen mit links in ertragreiche gärten umwandeln werden! danke, antonia! :o)

I. HOFER

ich möchte mich sehr herzlich für den gestrigen übungsnachmittag bedanken. ich glaube, es hat irgendwo tiefer in mir "klick" gemacht, spüre jetzt auch förmlich, dass das futter im napf zu hause eine beleidigung ist für den hund...

B. MASSETTI

ich bin jetzt mit benscha seit knapp 3 wochen bei dir im ndM unterricht. ich bin überaus begeistert von der art wie du ndM vermittelst. noch nie zuvor bin ich so gerne in die hundeschule gegangen. kompliment!

T. STUDHALTER

 
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DANKE...

 

ich möchte die gelegenheit nutzen, mich bei dir für das grossartige und wirksame training, an dem max und ich teilnehmen durften, zu bedanken. nach mehreren, verschiedenen trainingsmethoden bin ich auf dich und das natural dog Management aufmerksam geworden.
du hast mir geholfen mich mehr mit meiner rolle als hundeführer auseinanderzusetzen und mit wenigen kleinen denkanstössen/änderungen/übungen habe ich einen ganz anderen hund an meiner seite. und das, obwohl wir erst seit 4 wochen mit dir trainieren.
max war von je her ein dickkopf, oder ich war zu schwach, und ‘bei fuss laufen’ war noch nie sein ding gewesen. unsere spaziergänge waren immer lang, aber weder für ihn, noch für mich mit viel oder dem richtigen spass verbunden. mit dem, was wir bei dir lernen konnten, z.b. seinen schlafplatz neu zu arrangieren, ihn nur noch aus dem beutel zu füttern und mit ihm auf die ‘jagd’ zu gehen, habe ich in sehr kurzer zeit ein super entspannten und sehr auf mich bezogenen hund bekommen, der, und ich konnte es kaum glauben, von sich aus bei fuss läuft und sich an mir orientiert.
hätte mir jemand gesagt, dass das so schnell und so erfolgreich passieren würde, ich hätte ihn für verrückt erklärt. ich muss bei unseren ‘jagden’ manchmal vor mich hin grinsen, wenn max zu mir aufschaut und brav bei mir läuft – soooo mega!
ich freue mich, dass wir uns kennengelernt habe, und wir freuen uns auf weitere spannende inputs!
danke! 

MAX & CHRISTOPH

ich hatte gedacht, dass man nach 20 jahren hundeerfahrung so ziemlich alles wisse über hunde, aber da hab ich mich geirrt. in den nur 4 lektionen erfuhr ich, wie man hündisch und nicht menschisch tickt. so wurde mir einiges klarer, warum so und nicht so. in meiner näheren umgebung wurde ich belächelt und für verrückt erklärt, da ich nun einen umgang mit meinem hund pflege, der nicht so geläufig ist, aber ich habe durchgehalten, und mit erfolg. mein polo und ich werden langsam aber sicher ein dreamteam, und das habe ich nur dir, antonia, zu verdanken. und ich freue mich schon auf weitere aktivitäten und fortschritte.

S. SIMIONI

neo ist 4 jahre alt und unser erster eigener hund. von einem bauernhof aus einem wurf von neun total unterschiedlichen welpen wurde er uns als sennenhund-labrador-mix vermittelt. von „bäri“, über „labrador“ bis hin zu „american staff“ war für jeden etwas dabei.
neo war der frechste: keine zitze frei? zur seite da! besuch im welpenzwinger? ich begrüsse als erster! ein lauter knall? ich geh schon mal schauen! das gegenteil also von mir: herrlich spontan und frech. ich musste ihn haben!

„sie wissen schon, was sie da für einen hund gekauft haben? da werden grosse schwierigkeiten auf sie zukommen! am besten melden sie sich bereits jetzt für junghundekurse an; idealerweise mit grossen hunderassen, damit neo auf’s dach kriegt und respekt lernt! sennenhund-labrador-mix? kennen sie die rasse american stafford?“

wir haben nach rat und hilfe gesucht, jedoch immer mehr probleme und schwierigkeiten aufgezeigt bekommen. von problemhund war die rede, einen kampfhund hätten wir uns geholt. dressuren, konditionierung und bestechung waren die einzigen lösungsansätze. mit dem ziel, einen sklaven zu halten? die leckerlitasche immer griffbereit, damit „richtiges“ verhalten gleich auch belohnt werden kann? bonussysteme bei der hundeerziehung?

nach leckerli-dressur, unzähligen spezialgeschirren und jede menge ungutem gefühl, war es ein wochenendaufenthalt in einer tierpension, welcher die wende bringen sollte: „ach neo, der ist grad am spielen im freilauf! jaja, er macht sich prima; versteht sich sehr gut mit den anderen hunden. er ist so ein ruhiger…“

in wirklichkeit hatte neo drei tage in „einzelhaft“ verbracht und war so geladen, dass er nach uns schnappte, als wir ihn abholten. ich wollte nie mehr ohne ihn in die ferien fahren!

DIE WENDE

„die hunde bitte nicht beachten oder berühren!“
führungsqualitäten beweist antonia von beginn an. ich war beeindruckt von der harmonie, die mich in ihrem hundihotel umgab. ein überzeugtes knurren da, eine kleine korrektur dort; aber ohne schreie oder gar schläge, ohne guddeli oder spezialgeschirr. wow!

nach neos erstem aufenthalt im hundihotel konnte ich nicht anders, als das grundlagentraining bei antonia und ein wochenendseminar bei jan nijboer abzusolvieren – so gefesselt war ich von dieser philosophie. pflichtbewusstein, konzequenz und fachwissen wurden von nun an meine werkzeuge. verantwortung tragen und konsequent sein mit dem ziel, eine bindung zu schaffen und sich vetrauen zu verdienen. planen, handeln, reflektieren. ndM ist eine lebensschule.

neo hat sich unterdessen fantastisch entwickelt. aus dem potentiellen „problemhund“ hat sich ein erfrischend aufgeweckter, agiler junghund entwickelt, der mit uns durch dick und dünn geht. kein mauerblümchen, klar. von sorglos bis frech, von aufgeweckt bis penetrant - qualitäten, um die ich ihn auch heute noch etwas beneide.
was wäre wohl aus ihm geworden, hätten wir nicht diesen weg eingeschlagen?
vermutlich ein „problemhund“ mit viel tierheim-erfahrung! solche und ähnliche aussagen hören wir oft...

wir sind stolz auf das, was wir erreicht haben und begeistert vom erfolg! so begeistert, dass ich im dezember 2016 die ausbildung zum hundeerziehungsberater nach ndM abschliessen werde. übrigens nicht als erster überzeugter kunde aus antonias hundischule... (unterdessen sind es 11 an der zahl).

ach ja, ins ausland in die ferien fahren kann ich nun auch wieder: im hundihotel gastiert eine überschaubare hundegruppe in offenhaltung, familienanschluss und tägliche jagdausflüge mit dem hundeverbund sind garantiert. kurz und bündig: nach hundihotel-ferien hole ich mir einen ausgeglichenen hund nach hause! und wenn ich anrufe, um mich nach neos befinden zu erkunden, erkenne ich meinen hund im erzählten und werde nicht mit floskeln ruhig gestellt. kein platz im hundihotel = keine ferien im ausland! :o)

danke antonia!

NEO & M.MEIER

 
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ES WÄRE DOCH
SO EINFACH...

 

ich bin begeistert! unser hund ist wie ausgewechselt!: sie ist viel ruhiger, sie lernt sehr schnell und bellt auf einmal nicht mehr mit der kleinen mit! ich hoffe wir dürfen noch viele stunden mit ihr lernen – eine tolle sache !

D. & J. WOLF

vielen vielen dank!
dein engagement hat mich zu tiefst beeindruckt. dein natürlicher respekt und zuneigung für die hunde wirkt ansteckend.
ich danke dir und bin voll motiviert :o)

R. ZWEIFEL

jede minute ist bestens investiert!
heute und gestern mit flynn waren toll! haben in grosser distanz gearbeitet, und flynn war konzentriert dabei. er ist echt total ausgeglichen... da muss ich dran bleiben!
vielen dank für diese hilfreiche privatstunde, du hast mir einen entscheidenden schubs für unsere weitere gemeinsame entwicklung gegeben! du hast alles genau erklärt, alle offenen fragen beantwortet, und ich bin zuversichtlich und motiviert nach hause gefahren.

N. SCHREIBER

billy wurde als braun-weisser mischlingsrüde in portugal geboren. er hiess damals noch pirat. er wurde von einer familie in die schweiz geholt, aber weil billy aggressives verhalten zeigte, wurde ihm mit ca. 1 1/2 jahren wieder ein neuer lebensplatz zuteil, diesmal bei menschen mit hundeerfahrung.
dort waren wir ab und zu auf besuch und machten so bekanntschaft mit billy. es war liebe auf den ersten blick! anscheinend auch gegenseitig, denn billy liess sich nicht von allen menschen anfassen. tierarztbesuche z.b. gingen aus sicherheitsgründen nur mit maulkorb. der tod seines herrchens löste aber dann in billy aggressives verhalten gegenüber der kinder aus. in der zeit des abschiedsnehmens und der beerdigung kam er deshalb für ein weilchen zu uns.
berufliche veränderungen und damit verbundener wohnungswechsel, der uns nun auch die haltung eines hundes ermöglichte, veranlassten uns, uns auf die suche nach einem welpen zu machen, denn es war schon lange unser wunsch gewesen, einen eigenen hund zu haben. doch welche rasse? es folgten viele besuche auf internetseiten, stundenlanges googeln, aufsuchen von züchtern…. aber es wollte einfach nicht klappen! :o(
da erfuhren wir, dass billy einen platz suchte! ohne lange zu überlegen, sagten wir ja!, denn zu sehr faszinierte uns billy. wir waren uns bewusst, dass er keine einfache zeit hinter sich hatte, dass er ein schwieriger hund ist und wir nur ein defizit an erfahrung in hundeerziehung bieten konnten (obwohl um hunde herum aufgewachsen).
nichtsdestotrotz ging unser hundetraum in erfüllung, und wir wurden billy's neue besitzer :o)
unterdessen war billy ein 3 jahre alter, verunsicherter, noch immer intakter rüde mit starkem territorialverhalten.
die spaziergänge waren am anfang eher anstrengend, denn billy war sehr übermütig (so meinten wir zumindest noch damals...).
damit er seine energie loswerden konnte, durfte er oft von der leine. dabei entfernte er sich immer viel zu weit weg von uns – mit beobachten, schnüffeln und markieren beschäftigt – und war daher oft nicht abrufbar. auch zu hause war es stressig mit ihm, denn billy bellte fast ununterbrochen – sei es, weil unser altes haus „lebt“ und wir mit holz heizen, oder weil aus seiner sicht alles zu nah ans haus kam (autos, menschen, füchse, katzen, marder…). wenn wir zecken entfernen wollten, mussten wir sogar aufpassen, dass er uns nicht biss.
da wir eh den skn machen mussten und wir ja nicht wussten, wie wir billy erziehen sollten, besuchten wir eine hundeschule. wir nahmen in einer famlilienhunde-gruppe teil. dort wurde vermutet, dass billy ein herdenschutzhund sei. eine kastration hielt man nicht für notwendig, da billy’s verhalten nicht auf sein rüdedasein zurückzuführen sei. anfänglich fühlten wir uns wohl dort, es machte spass, und die ersten erfolge zeigten sich schnell, denn unsere probleme wurden weniger. allerdings blieb es immer schwierig, billy’s konzentration für eine arbeit zu gewinnen (auch agility). oft hielt er keine stunde durch, und wir hörten nach 45 min. auf. nach ca. 2 jahren merkte man, dass billy keine lust mehr hatte. es machte keinem spass mehr, also hörten wir auf. wir waren zufrieden mit dem, was wir erreicht hatten, hatte er doch viel gelernt in dieser zeit: auto-, bus- und seilbahnfahrten stressten ihn nun weniger. alles ging besser, und er hatte einen schönen lebensplatz mit haus und garten erhalten. im garten konnten wir mit billy sogar ball spielen.
ausserhalb dieses umfeldes konnte sich billy aber leider noch immer nicht auf eine gemeinsame beschäftigung mit uns konzentrieren. so blieben unsere spaziergänge unverändert: er ging mit uns spazieren, nicht umgekehrt; immer vor uns – schliesslich sind ja flexleinen so praktisch! – und wir blieben für ihn luft. :o(

DIE WENDE

vor ca ¾ jahren spürte ich eine gewisse unzufriedenheit in mir aufkommen:
billys territorialverhalten wurde ausgeprägter, und er beschützte mich immer heftiger. ich geriet sogar in situationen, in denen ich befürchten musste, dass er jemanden beissen würde...
eine liebe freundin von mir, die mit ihrem hund nach natural dog Management arbeitete, erkannte meine probleme und die sorgen, die ich mir wegen billy machte. eigentlich war ich durch meine arbeit mit meinen pferden mit den natural dog Management- ansätzen vertraut, dennoch war es für mich neuland in bezug auf hunde. auf ihren rat hin suchte ich deshalb einenatural dog Management-hundeschule in meiner nähe und fand die «natural dog Management hundeschule» mittels google...

bereits zwei tage später stand ich mit billy bei antonia auf der matte.
sie erkannte auf anhieb, wo unsere probleme lagen. mit ein paar hausaufgaben entliess sie uns schliesslich nach hause...
zu hause wurde mir freudigerweise klar, dass antonia einmal meine primarschul-lehrerin gewesen war! ich war gern zu ihr in die schule gegangen, was mich nun hinsichtlich ihrer hundeschule noch zuversichtlicher stimmte, und ich freute mich darauf, nochmals mit billy einen neubeginn zu versuchen mit natural dog Management.
als erstes liess ich billy kastrieren, denn antonia zeigte mir auf, weshalb sein verhalten doch sehr stark mit seinen hormonen zu tun hatte. und wie sehr sich das bestätigte! nach den ersten positiven veränderungen besuchten wir bei antonia den grundlagenkurs und lernten, was es hiess, nachnatural dog Management zu arbeiteten. es war nicht immer einfach! ich erinnere mich noch gut, wie antonia mir ans herz legte: „ zieh immer stabile, feste schuhe und handschuhe an.“ zwei tage später wusste ich wieso: billy gab seinen platz im rudel nicht einfach auf – war er doch bis anhin immer das alphatier gewesen – weshalb er mich nun zwei-, dreimal attackierte, weil ich dabei war, an seinem thron zu rütteln. natürlich erschrak ich sehr darüber, aber ich wusste, dass ich auf dem richtigen weg war.
antonia zeigte mir auf, wie wichtig es ist, fair zu bleiben, was soviel hiess wie: billy mit ruhe, selbstbewusstsein und souveränität zu beweisen, wer von uns beiden der rudelführer ist. vor allem galt es, ihn davon zu überzeugen, dass ich alles unter kontrolle hatte! je mehr kompetenzen ich an den tag legte, desto mehr fing billy an, unsere neue rudelordnung zu akzeptieren! :o) bald wurde alles wie von alleine einfacher. wir brauchten etwas zeit für die umstellung, aber wir kamen in kleinen aber deutlichen fortschritten vorwärts. das neue „ungewohnte“ wurde normaler alltag für uns.
welch grosse fortschritte billy und ich gemacht hatten, wurde mir erst richtig klar in dem ersten gruppentraining. antonia war total begeistert und fragte mich sogar: „ warum hast du billy eigentlich noch an der leine?“ da fehlten mir zuerst die worte! zwei tage später begann ich mit dem leinenabbau...!
dank natural dog Management ist billy heute schon ein viel entspannterer hund, der schneller vertrauen fasst zu fremden als früher. billy zu pflegen ist auch einfacher geworden. auf unsere jagdliche arbeit kann sich billy prima konzentrieren, und ich weiss heute auch warum: weil er mir nun die führung überlässt. ich spüre zudem, dass noch weit mehr potential in billy steckt, welches ich unbedingt mit ihm entdecken möchte. sein gang hat sich zu einem aufgestellten, hüfteschwingenden wippen verändert, und er schaut nicht mehr so drein, als trüge er die ganze welt auf seinen schultern. tagtäglich wachsen wir gemeinsam heran zu einem felsenfesten mensch-hund team – und sind doch erst am anfang!!! :o)
ich bin froh über den neubeginn dank natural dog Management total glücklich und bin dankbar dafür, dass ich mit billy so viel lernen darf! schliesslich lernen wir unser leben lang, aber es soll spass machen!

ein dank und lob an antonia! :o)

BILLY & BEA

der heutige kurs hat mir wieder mut gemacht. danke vielmol.

ich war echt demoralisiert, aber du hast den nagel auf den kopf getroffen: ich muss geduld haben mit dem kleinen sugar baby 😂, und natürlich auch mit mir.
danke vielmals für deine geduld – du machst das sehr gefühlvoll für zwei- und vierbeiner!

S. DÄTWYLER VON AH

ira, eine american staff mischlingshündin, kam vor 6 jahren aus dem tierheim zu mir. ira hatte eine düstere vergangenheit hinter sich, entsprechend war sie unsicher und zerknittert. wir haben eine 6 jahre lange odyssee an ausbildungen und eine schier endlose reise durch hundeschulen hinter uns - doch der erfolg blieb aus. ira entwickelte sich weder zu einem wesensstarken hund noch kehrte ihre lebensfreude zurück. aufgrund ihrer rasse wurde ira in einigen hundeschulen so hart angefasst, dass das vertrauen, das ich mir hart erarbeitet habe, stückchenweise wieder zerbrach.

DIE WENDE

und dann ging die sonne auf...
eine freundin schenkte mir das buch von jan nijboer. meine begeisterung war gross: diese philosophie wahrt in meinen augen den respekt vor einer anderen kreatur und begegnet der anders- und einzigartigkeit einer anderen spezies mit verantwortungsgefühl anstatt sie zu einem problem zu verunglimpfen. es ist der mensch, der lernt, das tier zu verstehen - nicht anders herum - und genau das ist es, was mich so begeistert und überzeugt. der hund wird nicht zurechtgestutzt zu einem netten kleinen bonsai, zu einem funktionierenden, bequemen accessoir, das sich handlich und bequem unseren launen anpasst. die bedürfnisse und das wesen des hundes werden ernst genommen. der ndM-mensch schafft seinem vierbeiner die rahmenbedingungen, in einer tier- und naturfeindlichen gesellschaft seinen anlagen und bedürfnissen gemäss (d.h. artgerecht) und dennoch sozial- verträglich leben zu können.
kurz und gut: mein positives gefühl sollte mich nicht täuschen. ich begann, nachnatural dog Management zu arbeiten und belegte bei antonia kurse... und dann ging die sonne auf...
ira gewann von tag zu tag an lebensfreude, sicherheit und ausgeglichenheit. endlich, nach 6 jahren!
ich bin sehr glücklich, mit ira diesen weg gemeinsam zu gehen, denn nicht nur ira verändert sich, auch mein leben hat eine ganz neue richtung bekommen. ich bin ira in liebe und dankbarkeit verbunden, dass ich durch sie so viele wertvolle erfahrungen in meinem leben machen darf, die ohne sie nicht möglich gewesen wären.
danke kleine ira, dass du mich mitgenommen hast auf diesen weg!

B. HINDER

hallo! mein name ist chepi, ich bin ein australian kelpie und möchte euch erzählen, wie ich mich, dank b.'s umdenken mittels antonia's anleitung, von einer «kleinen bestie» in eine «kleine fee» (chepi heisst nämlich so viel wie «kleine fee») verwandelt habe…
b. holte mich in mein neues rudel auf den menzberg. am anfang ging das auch sehr gut, bald aber merkte ich, dass meinem rudel – also auch mir – führung fehlte (die von b.). deshalb sah ich mich gezwungen, diese zu übernehmen, obwohl das für mich stress pur bedeutete, da ich eigentlich kein alphahund bin. b. bemerkte wohl, dass irgend etwas nicht stimmte, und sie versuchte auch, mir zu helfen. leider konnte sie damals aber noch nicht «hündisch», und ich kann auch kein «menschisch». also hatte ich auf unseren ausflügen immer mehr damit zu tun, b. zu beschützen, d.h. alles was mir fremd war (hunde, menschen, telefonstangen, schilder usw.), wurde vorsichtshalber angebellt und angeknurrt. das war vielleicht anstrengend!!! b. suchte sich bald nur noch plätze für unsere spaziergänge aus, wo es keine hunde und so wenig menschen wie möglich hatte. denn auch für sie wurden unsere ausflüge zu stressläufen! sie wusste, dass sie irgend etwas falsch machte, nur konnte ihr niemand sagen, was es war. traurig nicht!!!!??? dann eines nachmittags beschloss b., es doch wieder mal mit einem ausflug an der emme zu versuchen. zum glück!!!!!!!!!!!!!!!!!!
DIE WENDE
da trafen wir nämlich antonia an mit 9 hunden. alle hatte sie schnell hinter sich platziert, als sie mich mit b. im schlepptau herankommen sah. beim anblick so vieler hunde wurde ich fast zur bestie, antonia's hunde aber blieben einfach hinter ihr! nach kurzem wortwechsel und einen schritt auf sie zu bat uns antonia, doch weiterzugehen, ihre hunde würden nicht ewig so ruhig liegenbleiben bei einem solchen anblick von hund... b. und ich zogen also weiter. ich bemerkte, dass b. sehr traurig war und versuchte sie mit ein paar faxen aufzumuntern.
als wir wieder beim auto waren, steckte eine visitenkarte von antonia schröder am fenster, darauf hatte sie sich für‘s wegschicken entschuldigt und gleichzeitig uns ihre hilfe angeboten. b. rief am selben abend noch antonia an – und seit dem arbeiten wir nach natural dog Management! das heisst: b. lernt hündisch. sie versteht mich schon recht gut, und was für mich sehr wichtig ist: sie ist jetzt der alphahund!!!! und das bedeutet: stress ade, hallo chepi, die «kleine fee»!!!!!!! wir danken antonia von herzen, dass sie uns damals ihre hilfe angeboten hat! für uns war das ein geschenk vom himmel!!!!!

CHEPI & B. DUSS